Wir befinden uns heute in Gutenstein und sprechen mit Theresa Mai.

Gutenstein ist eine Gemeinde mit 1275 Einwohner*innen in Niederösterreich an der Endstation einer Bahnlinie ins Piestingtal. Der Ort ist katholischer Wallfahrtsort und Luftkurort, Ort der Sommerfrische und die Raimundspiele Gutenstein finden hier statt. Hierher kommen jährlich ca. 700 Tourist*innen, aber seit ca. 2,5 Jahren besuchen ca. 500 Leute mehr diesen beschaulichen Ort. Diese neuen Besucher*innen sind die unterschiedlichsten Menschen. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie sich für das Wohn- bzw. Lebensmodell von Theresa Mai interessieren…

Theresa Mai hat gemeinsam mit Christian Frantal die Firma „Wohnwagon“ gegründet und ist mitsamt den ca. 25 Mitarbeiter*innen von Wien nach Gutenstein übersiedelt. Beruflich und privat. Gemeinsam haben sie viele Ideen und möchten in den nächsten Jahren einiges positives bewirken – für die Gemeinde Gutenstein, aber auch als Vorzeigemodell für Dörfer der Zukunft! Dafür haben sie eine gemeinnützige Genossenschaft, die „Dorfschmiede“ gegründet. Der Gutensteinerhof, ein ehemaliges Sommerfrische-Gasthaus, ist sozialer Treffpunkt der Genossenschaft sowie der Mitarbeiter*innen und Kund*innen der Firma „Wohnwagon“. Mittags wird dort abwechselnd und gemeinsam gekocht und abends gespielt, getanzt und in jedem Fall gelacht.

Ein Wohnwagon ist übrigens ein kleines, flexibles Haus das autark ist und sich somit selbst mit Strom versorgt, Wasser reinigt und aus natürlichen Materialien gebaut ist. Er wird in Gutenstein von Hand gebaut, individuell geplant und kann als ganzjähriger, vollwertiger Wohnraum genützt werden. Aber auch als Hotel, Büro, Show-Room uvm!

Theresa Mai ist die Chefin hier und wir freuen uns, dass sie sich Zeit genommen hat um uns zu verraten wie man ein Dorf gründet und warum man auf Trockentoiletten umsatteln sollte.